Was Sie über Nerven wissen sollten

Mehr als 23 Millionen Deutsche klagen heutzutage über chronische Schmerzen. Doch was viele nicht wissen ist: Die Ursache sind häufig geschädigte oder gereizte Nerven. Mediziner sprechen von Neuralgien. Diese können Folge eines Bandscheibenvorfalls oder Unfalls sein, aber auch durch Stoffwechselstörungen wie Diabetes entstehen. Auch die sogenannte Fibromyalgie hat häufig Nervenschmerzen zur Folge – diese können sich wie Muskelkater anfühlen.

· Chronische Rückenschmerzen

Sie leiden immer wieder unter Rückenschmerzen und wissen nicht warum? Die Schmerzen können sich auf unterschiedliche Art und Weise äußern:

  • als dumpfer Dauerschmerz
  • als brennende, ziehende Schmerzen im Kreuz
  • als bis in die Beine ausstrahlender Schmerz
  • als Schmerzpunkte mit umliegendem berührungsempfindlichen Bereich

In 80 bis 90 Prozent der Fälle kann keine genaue Ursache der Rückenschmerzen festgestellt werden. Experten gehen allerdings davon aus, dass die Beschwerden häufig durch eine Schädigung oder Reizung der Nerven oder Nervenstrukturen ausgelöst werden. Die Folge: Nervenschmerzen (Neuralgien).

Bei Nervenschmerzen im Rücken handelt es sich meist um eine direkte Verletzung, Quetschung oder Reizung der Nervenfasern im Rückenbereich. Die Nervenschmerzen treten meist im Rumpfbereich auf und sind links oder rechts ausgeprägt. Als häufigste Auslöser für diese Art von Schmerzen gelten unter anderem ein Bandscheibenvorfall, das Ischias-Syndrom oder Unfälle und Operationen.

· Diabetische Polyneuropathie

Nervenschmerzen können aber auch eine Folge bereits bestehender Grunderkrankungen sein. Vor allem Diabetes-Patienten kennen Schmerzen mit folgenden Begleitsymptomen:

  • Die Füße kribbeln, als würde man in einem Ameisenhaufen stehen.
  • Beine und/oder Füße fühlen sich taub an.
  • Die Beine brennen und/oder ermüden schnell.

Häufig sind diese Missempfindungen Begleitsymptome einer sogenannten diabetischen Polyneuropathie. Dabei handelt es sich um eine Schädigung multipler Nerven, die als Komplikation eines bestehenden Diabetes mellitus auftritt. Bis zu 54 Prozent der Typ-1-Diabetiker und rund 46 Prozent der Typ-2-Diabetiker leiden nach Schätzungen an Polyneuropathie.

Die diabetische Polyneuropathie beginnt mit symmetrischen Reiz- und Ausfallerscheinungen an beiden Füßen. Die Ausfallerscheinungen betreffen vorwiegend das Vibrations- und Berührungsempfinden. Vor allem nachts treten Schmerzen, Brennen und Kribbeln in den Füßen und Unterschenkeln auf („Burning feet-Syndrom“). Im weiteren Verlauf der Krankheit kann es zu motorischen Ausfällen wie beispielsweise dem Verlust der Muskel- und Sehnenreflexe kommen.

· Fibromyalgie

Nervenschmerzen können auch eine Folge bereits bestehender Grunderkrankungen sein. Die folgenden Begleitsymptome sind z.B. typisch für die sogenannte Fibromyalgie:

  • Der ganze Körper schmerzt, als hätte man einen Marathon zurückgelegt.
  • Die Gelenke sind unbeweglich oder fühlen sich geschwollen an.
  • Bestimmte Punkte des Körpers sind extrem schmerzempfindlich.

Bei einer Fibromyalgie treten diese begleitenden Nervenschmerzen meist in den Bereichen Nacken, Rücken, Arme, Beine und Brust auf. Es können aber auch alle anderen Körperregionen betroffen sein.
Der Schmerz wird von Betroffenen sehr unterschiedlich wahrgenommen. Alle Betroffenen reagieren allerdings empfindlich auf Druck an bestimmten Körperpunkten, die fachsprachlich als Tender-Points (Druckpunkte) bezeichnet werden.

Häufig werden bei einer Fibromyalgie heftige Schmerzattacken von schmerzfreien Episoden abgelöst. Starke Sonneneinstrahlung, Kälte, Nässe oder andere äußere Belastungen können zur Verschlimmerung führen. Stress hat vermutlich eine sehr negative Wirkung auf die Krankheit.

Fazit:

Nervenschmerzen (Neuralgien) entstehen, wenn die Nerven gereizt oder geschädigt werden. Hierfür kann es verschiedene Auslöser geben, wie z.B. Erkrankungen, Unfälle oder Operationen. Die Beschwerden/Nervenschmerzen können praktisch in jedem Körperbereich – besonders häufig aber am Rücken – auftreten.

Häufigkeit

In Deutschland leiden aktuell mehr als 23 Millionen Menschen an chronischen Schmerzen. Experten vermuten, dass ein Großteil dieser Beschwerden auf Nervenschmerzen zurückzuführen ist.

Meist treten Neuralgien im fortgeschrittenen Alter ab 45 Jahren auf. Frauen sind etwas häufiger betroffen als Männer. Bei Kindern unter 15 treten Nervenschmerzen so gut wie nie auf.

Quelle: GBE des Bundes (Diagnosedaten der Krankenhäuser)

Behandlung

Bei der Behandlung von Nervenschmerzen ist es wichtig, an der Ursache anzusetzen. Bisher griffen Betroffene häufig zu herkömmlichen Schmerzmitteln. Das Überraschende: Diese wirken bei Nervenschmerzen oft kaum oder überhaupt nicht. Der Grund ist, dass sie hauptsächlich Entzündungen bekämpfen – doch Entzündungen sind bei Schädigungen der Nerven häufig nicht die Schmerz-Ursache.

Die gute Nachricht: Es gibt ein Arzneimittel namens Restaxil, das bei Nervenschmerzen wirksam ist. In den Arzneitropfen steckt die Kraft aus fünf ausgewählten Arzneipflanzen. Die Wirkstoffe wurden gemäß dem Ähnlichkeitsprinzip auf die zu behandelnden Nervenschmerzen abgestimmt: In unverdünnter Form können sie die typischen Krankheitssymptome auslösen. In spezieller Dosierung, wie in Restaxil, bewirken sie allerdings genau das Gegenteil – sie bekämpfen die Beschwerden! Erfahren Sie hier mehr über das spezielle Wirkprinzip von Restaxil!

Gut zu wissen:
Bei Nervenschmerzen zeigen herkömmliche Schmerzmittel wie Paracetamol, Diclofenac, Ibuprofen oder Naproxen keine oder nur eine sehr geringe Wirkung.  Das bestätigen auch Mediziner der Deutschen Gesellschaft für Neurologie.